Appleton Estate 21yo

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Autor: DunklesKaramell
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Liebe Rumgemeinde!

Ja, Ihr werdet es nicht glauben, aber DunklesKaramell, der Süßrumtrinker, hat sich heute Nachmittag hingesetzt und ganz ausführlich den Appleton 21 vernost und verkostet. Ganz dem Rat von Susmiel folgend, der mich damals dazu aufforderte, dat Zeuch ordentlich atmen zu lassen, habe ich, während ich ganz andere Sachen gemacht habe, immer wieder an einem Glas mit dem besagten Jamaicaner geschnuppert, über ca. 2h hinweg, erst nach einer guten Dreiviertelstunde habe ich den ersten Schluck genommen. Hier meine Tasting Notes:

Nase: zunächst dachte ich an einen Whisky, ja wirklich, salziges Karamell, starke Zitronennote, dann rumtypischer etwas Pflaume, gebranntes Karamell, Nougat ( wenn ich gerade mal länger nicht geschwenkt habe ), herbe Haselnuss, ja, da ist schon die Ahnung einer gewissen Bitternote, man riecht des weiteren etwas Kerzenwachs, Leder, Sojasoße, (echter)Balsamikoessig und irgendwas in Richtung Käse, Wenn man ihn dann noch länger stehen lässt, dann gesellen sich auch noch fruchtigere Aromen dazu, etwas Ananas, dazu gewogenere, mildere Karamelltöne, etwas in Richtung Weihnachsplätzchen, butterig – eine schöne, interessante Nase, riecht reif, dunkel, würzig, komplex, und hat sicherlich Wiedererkennungswert : 8/10 Punkten

Geschmack: Oha, Ananas und die leicht bittere Schärfe von weißem Pfeffer und Ingwer, etwas Orange vielleicht, ein Hauch gebranntes Karamell, dann wieder diese tropischen Früchte, herb, trocken. Von Schluck zu Schluck gewogener, weniger Bitterstoffe ( das ist der Vorteil, wenn ein Teil der Geschmacksknospen überlagert ist  ), wird aber so nie meins sein. Deswegen nicht, weil ich nicht auf Ananas stehe, klar, auch das, aber insbesondere steh ich überhaupt nicht auf diese Ingwer-Pfeffer-Bitterkeit, selbst mit dem Versuch von einer Metaebene abstrakt des persönlichen Geschmackes zu tasten………den find´ ich einfach nicht gut, hat 4 Fässer im Schwarz und man könnte meinen, nur wegen dem zu hohen Preis, aber ich kann´s beim besten Willen nicht nachvollziehen. 4/10

Abgang: unangenehm, kratzig, trocken, und eher kurz 3/10

Aftertaste: zugegeben wahnsinnig persistierende Ananas und Holztöne, ich habe sie jetzt noch im Rachen, von dem Rum hat man ein Weilchen was ( wenn man möchte  ) 5/10

Ich für meinen Teil kippe jetzt mal den Rest des Glases wieder in die Flasche und warte, bis ich das nächste Mal wieder Lust auf einen schönen Cocktail habe, denn da drin macht er sich echt nicht schlecht, gerade einem Rum mit Cola ( und etwa Limetten- / Zitronensaft ) verleiht diese leichte Bitternote einen anenehmen Kontrast zu all der Süße und das Karamell kommt auch schön durch, aber für diese Verwendung ist er eben auch ungefähr 4 Mal zu teuer. Von mir gibt´s 20/40 Punkten und eine persönliche Kapitulation, ich mag ihn einfach nicht, Schluss, aus, Ende, bei allen Bemühungen, mich ihm zu nähern, es ist zwecklos!

Wertung nach Fässern: fass3

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