Centenario 30 Anos Edición Limitada

Centenario 30 Anos Edición Limitada

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Autor: DunklesKaramell
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Liebe Mitrumbegeisterte!

Erinnert Ihr Euch noch an mein Tasting des Zacapa 23 Sistema Solera? Der Waffenprofi meinte damals, mein Tasting sei zu euphemistisch gewesen, er meinte, wie ich denn, wenn ich den Zacapa derart loben würde, etwa einen Centenario 30 bewerten würde. Heute, lieber Henning, kannste das nachlesen, los geht´s! 😉 Centenario ist ein ausgezeichneter Rum aus Costa Rica, der gerade bei den billigeren Exponaten zu den vermutlich mittlerweile meistgekauften Rums gehört, insb. der Fundaccion 20 Anos ist einer der Lieblinge der Massen, wobei man ihm Qualitätsverluste nachsagt, seit er nicht mehr im Ledersäckchen ankommt. Hier kenne ich die alte Qualität nicht, oder vielleicht die neue, ich hatte den als Sample aus dem Forum und hab keinen blassen Dunst, welche Ausführung das war, aber er war recht gut. Der 25er, den ich auch schon im Glas hatte, der überzeugte mich nicht so wirklich, ich fand den im Vergleich zum 20er nicht viel besser, aber sehen wir doch mal, wie sich das absolute Flaggschiff der Destllerie schlägt. Hier wurden die besten Fässer, übrigens Weißeichenfässer, nach Soleraverfahren ( höchstens ) 30 Jahre gereift, verblendet, um den Stolz von Centenario zu erschaffen.

Nase: Sehr schön süß und weich, erinnert an warmen Waldhonig und an meinen geliebten Straight from the Cask, wobei er weicher und gefälliger duftet, als jener. Seine Aromen sind dicht und verwoben, man muss sich Zeit mit ihm lassen. Geröstete, sehr ölige Nüsse, viellecht Cashew Nüsse, in die feine Holznoten gewoben sind, etwas ungesüßte Banane, und volle, satte Milchschokolade, ein Hauch Vanille. Etwas Rosinenaroma und etwas Pflaume könnte auf ein paar Sherryfässer hindeuten. Eine Pfanne mit Zuckerrohrsirup, in der man Nüsse röstet, könnte vielleicht so riechen. Ist ein Wohlfühl-Rum, wenn man sich mal ein großes Glas dekadente Leckerness gönnen möchte, dann ist das sicherlich der richtige Rum, kein Sprit, keine Ecken, keine Kanten, und wenn man ihn mal einen Abend trinkt, dann wird man auch nicht sagen, er sei nicht komplex. 10/10

Geschmack: süßer, öliger Waldhonig, nach ein paar Sekunden sanfte, fettige Nuss, Marzipan, alt schmeckt er, aber nicht holzig, sehr fein, sehr ausgewogen, tolle Sache! Je mehr ich an ihm nippe, desto mehr versinke ich in dieses tolle Nussaroma, welches diesen Rum in Mund und Nase auszeichnet, mal schmeckt man Haselnuss, mal Mandel, mal eher Paranuss, wirklich gut, und dazwischen seidiges, aber dennoch deutliches, leicht rauchiges Holz und Milchkaffee am Gaumen, mjam! :love: 10/10

Abgang: seidig und weich mit sehr eleganten Gaumenaromen, super! 10/ 10

Aftertaste: Nüsse, etwas Rauch, eine Spur Pfeffer ( aber keine Schärfe natürlich ), Muskat, etwas Nelke, etwas Kakao und Kaffee, jeah, das rockt! :up: 9/10

Trocknendes Glas: Pfeifentabak, Zedernholz, Harz, Kakaoplver, ganz leicht rauchig, sehr schön, kann man nicht meckern 9/10

Fazit: Ein ausgesprochen schöner und edler Rum, der sich mit 48/50 Punkten unter den Besten sehr gut behaupten kann. Die Komposition ist exquisit und mit diesem Rum hat man sich sicherlich viel Zeit gelassen und viele Mühen investiert, dass letztlich ein so schönes Endprodukt dabei herausgekommen ist. Wehmütig schaut man auf den Preis des guten Tropfens, der ja mitunter schon an die 150€ kostet. Ich selbst hätte ihn wohl nicht gekauft, aber da der liebe slotkiller ihn mir für einen derartigen Freundschaftspreis angeboten hat, sagte ich nicht nein. Und das wurde belohnt, ein toller Rum, besten Dank, mein Freund, ich werde ihn in Ehren halten und an Dich denken, wenn ich ihn trinke, auf Dich!

Wertung in Fässern: fass6

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