Die 13 besten Rum Empfehlungen für Einsteiger

Die 13 besten Rum Empfehlungen für Einsteiger

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Gerade für Genießer, die ihre ersten hochwertigen Rumsorten erwerben stellt sich oft die Frage: Was ist eigentlich der beste Einsteiger-Rum? Eine Frage bei der die Rum-Meinungen auseinander gehen. Die Rumcommunity hat deswegen fleißig nominiert und abgestimmt, um insbesondere Neulingen eine Empfehlung für die erste(n) Flasche(n) zu geben. Mit einem recht deutlichen Abstand haben sich die Plätze 1: El Dorado 12 aus Guyana und 2: Botucal Reserva Exclusiva von den anderen Rumsorten abgesetzt. Insgesamt haben bei der Abstimmung 13 Rumsorten Stimmen erhalten, die im Folgenden vorgestellt werden.

Lange hatte ihn die ach so tonangebende „Besser Gesellschaft“ übersehen und für gering erachtet. Piraten, Alkoholschmuggler, die berühmt berüchtigten „Rum Runner“, Matrosen in Hafenschänken, Bösewichte in Bond Filmen, aber auch Daiquiri schlürfende Touristen an karibischen Stränden wussten guten Rum schon immer zu schätze.
In In der letzten Zeit allerdings erlebt Rum weltweit eine ordentliche Aufwertung und gerade die lange im Fass gereiften Schätze der Kategorie erfreuen sich einer steigender Beliebtheit.

Mal abgesehen davon, dass auch bei den Damen und Herren aus hohen Häusern Rum ganz hinten in jedem Schnapskabinett positioniert war, denn nur wenige Cocktails kommen ohne einen guten Schuss aus. Egal ob „Frozen Daiquiri“ gegen die Hitze einer Sommernacht, „Pina Colada“ zum Ausspannen oder „Mojito“ zum Nippen während die Nacht durchtanzt wird, Rum steht nicht nur bei echten Connaisseuren hoch im Kurs, er war schon immer ein wichtiger Bestandteil in der Mixologie.

Obendrein liefert jeder folgenden Einsteiger Rums die direkte Antwort auf Captain Jack Sparrows berühmte Frage: „Why is alway the rum gone?“

Umfrageergebnis der Rumcommunity: Die besten Einsteiger Rums

Platz 1:

El Dorado 12 Jahre Special Reserve

Bedenkt man die annähernd 350 Jahre Erfahrung, die in jeder Charge „El Dorado 12 Jahre – Old Special Reserve“ stecken, dann erscheinen die 2 Dekaden, die es braucht um diesen Edelbrand herzustellen, wie ein nur kurzer Augenblick. Der Rum selber präsentiert sich in rötlicher Farbe nahe dem Mahagoni ob seiner Reifung in ehemaligen Bourbon Fässern aus amerikanischer Weißeiche.
Die Vielfalt an Destillierapparaten auf dem Diamond Estate in Guyana, wo die Demerara Destillers ihren Rum produzieren, ist weltweit einzigartig. Für den El Dorado 12 werden mindestens 12 Jahre gereifte Rum Sorten, der hölzernen Port Mo(u)rant Double Pot Still , der Diamond Coffey Still und der hölzernen Enmore Coffey Still verwendet und zu einem vollmundigen Geschmack vereint. Süße und Leichtigkeit treffen aus einen Hauch von Alkohol und Holz. Die Schwere der Eiche und Honig mit einem erdigen Nachgeschmack, der sich perfekt in Kontrast mit der süßen Ersteindruck zu setzen weiß. Dominant im Geschmack sind außerdem Backgewürze von Vanille über Zimt bis hin zu Nüssen und Ansätzen von Zitrusfrüchten. Ein Einstiegs Rum, der fast alle (angehenden) Rum Fans begeistert, Wer sich noch etwas weiter hinauswagen möchte, sollte an dieser Stelle direkt zum großen Bruder, dem „El Dorado 21 YO“ greifen.

Platz 2:

Botucal Reserva Exclusiva

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Aus den Tiefen der Anden Venezuelas kommt der „Botucal Reserva Exclusiva“, vormals bekannt als „Diplomatico Reserva Exclusivo“. Destilliert wird er aus Molasse in kupfernen Brennkesseln und reift danach für mindestens 12 Jahren in kleinen Fässern aus weißer Eiche. In ihm schwingt nicht nur ein Hauch von Karamell und rauchig-verbrannter Eiche, sondern auch ein guter Schuss Abenteuer. Denn der mit seinem Konterfeit die Flasche zierende Don Juancho Nieto Melendez reiste quer über den Globus und kostete in jedem Land, welches er besuchte, vom besten Tropfen. An der Nase verbreitet der „Botucal Reserva Exclusiva“ Süße und die fruchtigen Aromen von Zimt, Kakao, Früchten und Nelken. Auf dem Gaumen enthüllen sich Eindrücke von schokoladiger Mousse, Karamell und tropischen Früchten. Der Abgang schließlich schmeckt nach dunkler Schokolade und Orangen.

Platz 3:

Punta Cana Club Rum Muy Viejo

Im „Punta Cana Muy Viejo“ vereinen sich auf wunderbare Art und Weise junge und alte Destillate. Wenn auch vergleichsweise günstig, steht dieser Gran Reserva seinen prestigeträchtigen Verwandten um nichts nach. Kreiert wurde dieser gold-braune Tropfen von Oliver & Oliver. Die Dominikaner besitzen zwar keine eigene Destillerie, haben sich aber auf die Alterung von Destillaten spezialisiert. So kommen im „Punta Cana Muy Viejo“ Rums junger und alter Natur zusammen, die in amerikanischen und französischen Eichenfässer gemäß des Solera-Verfahrens heranreiften. An der Nase entfaltet sich ein liebevoll konstruiertes Aroma voller Harmonien mit einer feinen Röstung. Im Mund ist „Punta Cana Muy Viejo“ weich und hat Züge von Zuckersirup, Eiche und Confiserí. Der Abgang schließlich geht in eine wunderbare Länge. Grade für Einsteiger, die für ihren ersten Sipping-Rum sich nicht in zu große Kosten stürzen möchten, ist „Punta Cana Muy Viejo“ optimal.

Rum Nation Demerara Solera N° 14

Zwischen all den Süd- und Mittelamerikanern sticht der „Rum Nation Demerara Solera N° 14“ zunächst einmal durch seine Herkunft hervor, denn die Heimat von „Rum National“ ist Italien. Ihr Gründer Fabio Rossi kommt aus dem Wein- und Whiskeygeschäft und entdeckte Ende der 90er Jahre seine Liebe zum Rum. Für „Rum Nation Demerara Solera N° 14“ erwirbt Rum National 6 Jahre alten Demerara Rum, der wiederum ein Verschnitt aus der hölzernen Versaille Still und der, bereits vom El Dorado 12 bekannten, hölzernen Port Mo(u)rant Double Pot Still ist. Für den Abschluss und zur Ausarbeitung seines Charakters erhält der „Rum Nation Demerara Solera N° 14“ seinen letzten Schliff im Solera-Verfahren in Italien. Er verströmt einen Geruch von weißer Schokolade, Bananen und Zigarren, mit einem Hauch kandierter Früchte. Der Geschmack ist von leichter Schärfe getragen und nimmt den Gaumen mit kräutrigen Noten, Toffee und Schokolade für sich ein. Seinen Abschied schließlich nimmt er mit trockenen Hölzern und einem intensiven, süßen Karamellgeschmack.

Platz 4:

Ron Zacapa 23 Centenario Sistema Solera

„Ron Zacapa 23 Centenario Sistema Solera“ ist ein wirklich einzigartiges Produkt, welches in sich viele Züge seiner Heimatstadt trägt. Das Zuckerrohr stammt genauso von hier wie das durch Vulkansediment gefilterte Wasser. Streng dem zeitaufwendigen „Sistema Solera“ folgend, ist „Ron Zacapa 23 Centenario Sistema Solera“ ein Verschnitt aus Rums, die in vielen unterschiedlichen Fassarten gereift sind. Unter diesen finden sich Bourbonfässer, Weinfässer genau wie verbrannte Eichenfässer. Das alles auf exakt 2.300 Metern über dem Meeresspiegel. Die kühle Luft der guatemaltekischen Berge verlangsamt die Alterung und erlaubt dem Tropfen seinen tiefen Charakter und sein vielschichtiges Profil zu entwickeln. Schlussendlich verbindet sich alles in französischen Eichenfässern aus der Cognacproduktion. Der Rum ist voll von Eiche im Geruch neben verbranntem Karamell und Orangenschalen mit einer floralen Note von Akelei im Geschmack.

Rum Project One by Spirits of Old Man

In diesem Neuling unter den Getränken Nummer Eins für verwegene Gestalten verbinden sich alt-ehrwürdige und sehr jungen Rum-Sorten aus den sonnigen Gestaden der Karibik. „Rum Project One“ ist einer, der trotz relativer Leichtigkeit einen komplexen Geschmack bietet, mit der gewünschten Tiefe und einer angenehmen Vielfalt. Seine Farbe erinnert an dunklen Honig. Im Glas entwickelt er einen Geruch von Vanille, Kokos und Aprikosen. Im Mund aber ist „Rum Project One“ angenehm mild, mit lieblichem Zug und sehr viel Volumen. Die vorher erschnupperten Aprikosen kommen hier erneut zum Vorschein und verbinden sich mit Rosinen, dunkler Schokolade, frischer Banane und Kokos zu einem Erlebnis für hartgesottene Piraten und frischgebackene Karibikbesucher gleichermaßen.

Ron Centenario Fundacion 20 Jahre

Dieser Rum war lange Zeit ausschließlich in Costa Rica erhältlich, genau genommen sogar nur am internationalen Flughafen, hat sich aber inzwischen zu einem der weltweit höchstgelobten Premium-Rums gemausert. Der „Ron Centenario Fundacion XX“ gilt als das Meisterstück der Master Blender von Centenario. Er zeichnet sich durch seine intensive Süße aus, die wie bei anderen Rums Mittelamerikas durch die speziellen klimatischen Verhältnisse während der Fasslagerung zum Vorschein tritt. Ob des Klimas ist der Verdunstungsanteil im Fass relativ hoch ist. Bis zu 20 Jahren im Eichenfass kommen deutlich mehr Jahren bei europäischen Spirituosen gleich und sorgen für eine Vielzahl an Aromen, die sich perfekt mit der ihm eigenen Süße verbinden. Bei den Fässern handelt es sich um Fässer aus amerikanischer Eiche, die zuvor für die Lagerung von amerikanischem Bourbon verwendet wurden. Farblich erinnert der Rum an Kupfer, sein Duft wird von süßen Früchten, Backpflaumen und Karamell dominiert. Im Geschmack entpuppt er sich als erwartungsgemäß süß, dennoch rund und weich mit dezenten Eichennoten und einem Hauch von Vanille sowie Orangenschalen. Im Abgang klingt lange eine Verbindung aus Süße und der leichten Schärfe von weißem Pfeffer durch.

Platz 5:

Ron Millonario 15 Solera Reserva Especial

Aus dem warmen Nordteil Perus kommt der „ Ron Millonario 15 Solera Reserva Especial“ an unsere kühlen Gestade. Dank des warmen Klimas gedeiht in Peru ein extrem hochwertiges Zuckerrohr mit einem sehr hohen Zuckeranteil. In Kombination mit dem langen Alterungs- und Reifeprozess entstehen beim „Ron Millonario 15 Solera Reserva Especial“ ein wunderbares Aroma und ein exzellenter Geschmack. Ihm haftet der intensive Geruch von getrockneten Pflaumen, kandiertem Obst und Nelken an, gepaart mit einem leichten Hauch von Toffee, Karamell und Rosinen
„Ron Millonario 15 Solera Reserva Especial“ ist ein Rum, der unbedingt pur genossen werden will. Am besten handwarm. Preislich ist er nur schwer zu schlagen. Besonders schön ist es, das ihm keine sprittige Schärfe anhaftet und mit seiner Weichheit auch die Gaumen absoluter Neulinge im Sturm erobert.

Ron Malteco 15 Jahre Reserva Maya

Das erste Volk, welches dem heutigen Guatemala seinen Stempel aufdrückte, war die Hochkultur der Mayas. Auch wenn sie noch keinen Rum brannten – sie hätten ihn allerdings sicher zelebriert und als Getränk der Götter angesehen – so genossen auch die Mayas bereits Zuckerrohbrand. Mit dem „Ron Malteco 15 Jahre Reserva Maya“ aber hat Ron Malteco einen Tropfen kreiert, der dem längste verschwundenen Volk ein Denkmal in Sachen Rum setzt. Die Reifungszeit von 15 Jahren ist für die klimatischen Verhältnisse des Landes eine extrem lange Zeit, weswegen der „Reserva Maya“ sich sehr reif und üppig präsentiert. Im ersten Eindruck erinnert er ein wenig an den Geruch von Kahlúa Likör mit einem Hauch von Schokolade und Leder. Im Geschmack ist ein wenig die Schärfe des Alkohols erhalten geblieben. Diese verfliegt jedoch schnell und wird von einer leichten, schokoladigen Süße abgelöst. Was im Abgang bleibt ist ein runder Schnitt quer durch die Geschichte und Kultur Guatemalas.

Ron Atlantico Private Cask

Dieser Rum aus der Dominikanischen Republik ist ein Verschnitt aus verschiedenen Rums von ungefähr 19 Jahren Alterung. In seinem Fall werden sowohl Rum auf Melassebasis und „Rhums“ in getrennten Eichenfässer gelagert. Nach etwa 2 Jahren werden beide Sorten miteinander vermählt und reifen gemeinsam erneut für 2 Jahre. Als wäre dies nicht bereits kompliziert genug, kommt beim „Ron Atlantico Private Cask“ danach noch ein Solera System zum Einsatz, in dem der Rum bis zu 15 jahre reift. Die Farbe von dunklem Bernstein und die intensive Textur, die langsam im Glas abläuft, sind ein deutlicher Beleg für den langen Reifeprozess in Eichenfässern. So entströmt ihm dann auch der Geruch von Eiche und braunem Zucker. Im Geschmack treten deutlich die Aromen von Vanille, Zitrus, Honig und karibischen Früchten mit einem Hauch von Melasse in den Vordergrund.

Plantation Barbados XO 20th Anniversary

Dieser Rum ist eine feine Komposition aus verschiedenen Barbados-Rums, von durch die Bank, respektive Fässer, recht hohem Alter. Zunächst in Bourbon-Fässern in der Karibik, dann in kleinen, Cognac-Fässern aus französischer Eiche arbeitet sich beim „Plantation Barbados XO 20th Anniversary“ eine weiche, süße und vollmundige Seite heraus. Durch seinen milden Charakter ist besonders für Einsteiger geeignet. Die Nase wird von würziger Eiche, Guave, Kokosnuss und getrockneter Banane umschmeichelt, während sich das Auge am der satten Mahagoni erfreuen kann.
Am Gaumen ist es dann ein würziger und zugleich cremiger Eindruck mit süßer Vanille und Karamellnoten, der hervortritt. Im Abgang kann besonders ein leichter Hauch von gebrannter Eiche zu überzeugen.

Platz 6:

Appleton Estate V/X

Purer Rum gilt als sehr männliches Getränk – wer könnte auch männlicher sein als ein Pirat? – aber „Appleton Estate V/X“ zeichnet sich durch seine weiblichen Werte aus. Die jamaikanische Destille, in der „Appleton Estate V/X“ brennt, steht seit 1749 in Nassau Valley und schrieb Geschichte, in dem die Betreiber die erste Frau der Rumwelt als Master Blender engagierten. Joy Spence hat seit dem ihre Hand in eigentlich der gesamten Produktionspalette der Prestigebrennerei und der „Appleton Estate V/X“ ist die abgespeckte Version ihres absoluten Meisterstücks. Im Gegensatz zu diesem ist der “V/X“ zum Glück auch leicht erhältlich. In ihm schwingt eine opulente Rauchigkeit, eine die zu erwarten ist, wenn man sich vor Augen führt, dass „Appleton Estate V/X“ den hölzernen Charakter von alten „Jack Daniels“ Fässern aufsaugt. Im Geschmack dominieren Ahorn und Orangen Noten, abgerundet durch Ingwer und Grapefruit.

Dos Maderas 5+5 PX

Der „Dos Maderas 5+5 PX“ stammt aus der Karibik. Genau genommen zu gleichen Teilen von Barbados und Guyana. Seine ersten Jahre reift er auch dort in amerikanischen Eichenfässern, reist dann aber in entgegengesetzter Richtung der Entdecker des südamerikanischen Kontinents nach Spanien. Hier lagert er dann weiter 5 Jahre in Sherryfässern. Zunächst für 3 Jahre in Palo Cortado Sherry-Fässern und abschließend für 2 Jahre in solchem, in denen einst Pedro Ximenéz gelagert wurde. Diese Art der Alterung ist ziemlich einzigartig in ihrer Ausführung und verleiht dem „Dos Maderas 5+5 PX“ ein besonderes Profil, wie man es am ehesten von schottischem „Sherried Whisky“ kennt.
Sein Duft wird von karamelliger Süße, Honig und (natürlich) Sherry dominiert. Im Geschmack treten dann Gewürze, tropische Früchte, die Röstaromen der amerikanischen Eiche und auch wieder der allgegenwärtige Sherry, wenn auch relativ sanft, hervor. Im Nachklang ist er angenehm süß und harmonisch austariert.

Link zur Abstimmung:

http://rumcommunity.de/forum/viewtopic.php?f=59&t=1642

1 KOMMENTAR

  1. Bei diesen Rums bin ich immer wieder hin und her gerissen, aber ich denke jeder Geschmack wird ein wenig getroffen. Ob es ein leichter Rum ist oder auch schwer zum Sherry hin ausgerichtet. Aber in der Liste ist kein Rhum Agricole zu sehen, hier sollte jeder Interessierte zumindest mal ins Forum reinschnuppern und sich vielleicht Tipps geben lassen, oder interessante Threads lesen. Auf meinem Rum Blog verkoste ich auch den ein oder anderen Rum. Vielleicht eine kleine Ergänzung zu diesem sehr Informativen Forum. Cheers!

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