Opthimus 15 Y

Opthimus 15 Y

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Autor: DunklesKaramell
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Liebe Mitverrückte!

Die letzten Tage hat DK sich mal ein bisschen mit diesem schönen Rum aus dem Hause Oliver&Oliver beschäftigt, dem Opthimus 15, ein Solera-Rum, der sich ja hier offensichtlich großer Beliebtheit erfreut. Ich hatte ja zuerst das absolute Flaggschiff der Reihe, den 25er aus Whiskyfässern der Destillerie Tomatin in Schottland ( ich weiß, für alle Whiskynasen ist das doppelt gemoppelt, aber hier kennt sich nicht jeder mit der Terminologie aus….  ), und ich war mehr als begeistert, hat bei mir 39/40 Punkten abgeräumt. Somit war ich auch sehr gespannt, was wohl geschehen würde, wenn man die doch oft recht deutlichen Whiskynoten wegnehmen würde. Das Ergebnis ist, um so viel vorwegzunehmen, nicht ganz uninteressant.

Nase: eine frische, süße, irgendwie maritime Nase, leicht, mit schönen ausgeprägten Vanillenoten, etwas Alkohol und Salz, kennt Ihr die Mandeln mit Vanille-Weiße-Schokolade umhüllt von Lindt? Daran war ich erinnert: guuuuute Erinnerung. Es ist diese schöne Mischung aus Blütenhonig, Vanille, weißer Schokolade / helles Nougat / fettige süße Nuss ohne jegliche Bitterstoffe, und süßem, geschmolzenen Karamell, die man ab und an mal riecht im Rumbereich, sehr lecker, dahinter, nachdem er ein wenig geatmet hat und Rum an den Glaswänden trocknet, zarte Frucht, ganz leichte Noten von Orangenbonbons, die auch in Richtung Ananas und Birne aszendieren, aber sehr zart, das alles durchweht eine sanfte Meeresbrise mit Salz. Eine unbeschwerte Nase eines Sommerrums, Lebensfreude pur, Vanilleliebhaber aufgepasst, das könnte Euch gelegen kommen, nicht wahnsinnig komplex, aber auch nicht eindimensional, stimmig, diesen Duft habe ich gerne mal einen Abend lang in der Nase, ich gebe 7/10 Punkten und nehme mal schnell einen Schluck.

Geschmack: Stimmig, gleich präsente Vanille, vielleicht ein winziger Hauch Kokos, etwas Holz , eine Portion Tequila, klar, ist ein Solera mit höchstens 15 Jahren, sehr wenig Schärfe auf der Zunge, wie der Diplomatico Reserva Exclusiva, am Gaumen dann schärfer, aber noch immer im gut zu tolerierenden Bereich, recht süß auch am Gaumen, und diese Süße ist leide recht eindimensional. Wie Schwarz auf die Idee kommt, es handle sich dabei um einen komplexen Rum, kann ich nicht nachvollziehen, und ebenso sind wir völlig unterschiedlicher Ansicht, wie Waldhonig schmeckt, Erde an Schwarz: das ist das flüssige, dunkle, harzig-süße Zeug, meine Freundin sprach bezüglich des Geschmackes von „Limonade für Erwachsene, und da gebe ich ihr recht,unspektakulär, etwas leicht und eindimensional, aber nicht unlecker, ein Liegestuhl bei DRF zu Hause, ein Gläschen von dem Zeug, leicht gekühlt, Suuuupersache. 6/10

Abgang: eher kräftig mit einer gesunden Schärfe, ich finde ihn nicht schlecht, aber auch nicht so schmeichlerisch, wie ich es mir für einen dominikanischen Rum wünschen würde, und dann noch diese eindimensionale Gaumensüße….: 5/10 Punkte

Aftertaste: Vanille, die sich langsam verzieht, dann etwas zart trockene Eiche, sehr schön 7/10 Punkten

Trocknendes Glas: überraschenderweise erinnert das trocknende Glas eher an Guyana-Rums, als etwa an das, was man gerade getrunken hat, es zeigt sich poliertes Holz, zartes Leder, Tabak, ein bisschen Räucherschinken, dann auch wieder Karamell, sehr schön, anhand dieses trocknenden Glases habe ich mich endgültig entschieden, diesen Punkt als Kriterium in die Punkteränge mitaufzunehmen, ich gebe hier 10/10 Punkten für einen wunderschönen Duft, der einem die Leere des Glases erträglicher macht

Fazit: Mit 35/50 Punkten ein guter Rum, der im moderaten Preissegment mitspielt, wer auf Vanille steht, der sollte sich vielleicht mal ein Fläschchen gönnen. Süß ist er, keine Frage, die Gaumensüße ist vielleicht manch einem eine Spur zu viel, und dem anspruchsvollen Rumtrinker wird er sehr schnll langweilig sein, aber für Süßrumtrinker definitiv eine Verkostung wert.

Wertung nach Fässern: fass4

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